Alunaria Band 1

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Alunaria Band 1

Inzwischen öffne ich ungerne den Vorhang auf den Schreibprozess rund um Alunaria. Das war nicht immer so. Und schließlich führte diese Entwicklung dazu, dass der Begriff für vielerlei in Vergessenheit geriet − “nichts weiter, als das Wunschdenken eines Träumers”.
Ein nachvollziehbarer Gedanke.
Aber nicht mehr als Irrsinn.

Reisen wir zurück in die Vergangenheit. In eine Zeit, in der Webseiten von Hobbyautoren blühten wie der Korn auf dem Feld. Hier spielte der Schreibprozess an sich nur eine nebensächliche Rolle, denn ein beachtlicher Anteil der Arbeit floss in die Pflege des dazugehörigen Webauftritts. In diese Kategorie reihte sich auch Alunaria ein.
Wie wir nun alle wissen, sind diese Repräsentanten im Web inzwischen sehr rar gesät, schließlich leben wir nun im Zeitalter des Social Networks − wer macht sich heute noch die Mühe, eine eigene Webseite zu betreiben? Um diese dem potenziellen Leser nahezulegen, muss sie beworben werden… auf sozialen Netzwerken. Das ist ein Spiel, das man nicht gewinnen kann.
Diese “Problematik” traf auch auf meine Plattform zu, so habe ich sie eines Tages zu einem Portfolio umkonzeptioniert. Nicht mehr als das. Doch daraus beziehe ich meinen Genuss, denn der ständige Informationsfluss an den Interessenten − er wird mit Spoilern in Form Bild und Text ernährt − geht mit einer gewissen Verpflichtung einher.

Ich bin faul geworden

Schonungslos und ehrlich obendrein. Jede Minute, die ich an den Webauftritt abgebe, sprich: Programmierung und grafische Aufmachung, sind mir inzwischen müßig. Sätze, die eigentlich nicht über die Tastatur eines Mediengestalters gehen dürften…

Ich habe mich geschämt

Die Geburt des Projekts liegt derweil Jahre zurück. Wie ist diese lange Zeitspanne zu Stande gekommen?
Nun könnte ich es mir einfach machen und behaupten: veränderliche Interessen und Privilegien − die Tücken des Alltags. Meine Geschichte aber fandamentiert auf dem nicht enden wollenden Kampf um Genesung, sowohl in psychischer und physischer Form. Doch sie ist zu lang, um sie an dieser Stelle ausführlich zu schildern, wenngleich eine knappe Zusammenfassung dieser nicht gerecht wird.
Immer wieder musste ich die Arbeit an meinem Projekt niederlegen, Versuche an einer Wiederaufnahme scheiterten kläglich und die wenigen Zeilen, die mir in dieser kritischen Zeit tatsächlich von den Fingern gingen, spiegelten die Misere in meinem Inneren wieder. Sie waren unbrauchbar.
Ja, ich habe mich geschämt.
Erst mit der Diagnose 2019 und den ersten gesundheitlichen Verbesserungen 2021(!), habe ich die Arbeit an meinem Projekt wieder aktiv aufgenommen. So kam es, dass ich den Roman in + 5 Monaten vollständig geschrieben habe. Kein schlechtes Ergebnis von jemandem, der nachweislich an einem Brain Fog leidet.
Mein größter Widersacher. Mit dieser Erkrankung werde ich mich in einem zukünftigen Artikel ausführlicher befassen. Nur diese Worte: es ist eine Gehirnerkrankung.

Wie ist der heutige Stand der Dinge?

Nur noch ein Korrektorat trennt mich von der vermutlich schwierigsten Aufgabe für jeden Nachwuchsautoren: die Suche nach einem Verleger. Dieses Mal werde ich nicht gleich aufgeben und mein Buch über einen Self-Publisher verlegen.

Die Konzeptionierung für Band 2 ist selbstverständlich bereits im Gange. Es ist so lange her, dass ich mit einem Plotting-Prozess bei 0 beginnen musste und das nagt ein wenig an mir: habe ich noch das Zeug dazu? Wird die Handlung spannend und zufriedenstellend sein?
Die magische Reise beginnt von Neuem.

Xoxo Act

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